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Schidaumen

Zusammenfassung:
Wenn ein Schiläufer versucht, sich bei einem Sturz instinktiv mit der Hand abzufangen, kann der Daumen in der Schlaufe des Schistocks hängen bleiben. Die Überdehnung bzw. der (teilweise) Riss des Seitenbandes des Daumens wird "Schidaumen" genannt.
Absolut ist der Schidaumen die zweithäufigste Verletzung, bei Verletzungen im Bereich des Oberkörpers sogar die häufigste. Rechnet man die Dunkelziffer der nichtbehandelten Verletzungen hinzu, ist der Schidaumen vermutlich generell die häufigste Verletzung. Die Überstreckung des Daumens tritt bei vielen Kontaktsportarten auf, wenn sich ein Sportler bei einem Sturz mit der Hand abzufangen versucht.
In 50 Prozent aller Fälle führt die Verletzung zu einem teilweisen Bänderriss. Bei 35 Prozent kommt es nur zu mikroskopischen Rissen. Ein kompletter Riss liegt in etwa 15 Prozent der Fälle vor. Bei leichten Verletzungen kann nach dem Ruhigstellen des Daumens gleich wieder mit dem Schifahren begonnen werden; bei schwereren Bandverletzungen nach acht bis zwölf Wochen. Sind die gerissenen Band-Enden zueinander verschoben, kann das Nähen des seitlichen Bandes notwendig sein. Es muss nicht sofort aber innerhalb einer Woche nach der Verletzung operiert werden.
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