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Ernährung bei Gicht

Gicht

Zusammenfassung:
Kaum eine andere Gelenkkrankheit ist so schmerzhaft wie die Gicht. Ein Gichtanfall tritt meist völlig überraschend während der Nacht auf. In 60 Prozent der Fälle ist es das Grundgelenk der großen Zehe (Podagra), das rötlich-violett anschwillt, heiß wird und stark zu schmerzen beginnt.
Früher galt die Gicht als die Krankheit der Könige, weil sie sich auf die kleine Gruppe der im Nahrungsüberfluss Lebenden beschränkte. In Notzeiten mit Mangelernährung kommt die Gicht sehr selten vor; zuletzt war dies in den Hungerjahren nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall. In den heutigen Wohlstandsgesellschaften ist Gicht häufiger. 2,8 Prozent der Männer und 0,4 Prozent der Frauen - am häufigsten zwischen dem 30. und 59. Lebensjahr - leiden an Gicht. (Bei Frauen vor der Menopause ist Gicht extrem selten).
Gicht wird durch eine Stoffwechselerkrankung hervorgerufen, bei der dem Körper jene Enzyme fehlen, mit denen Harnsäure abgebaut werden kann (Hyperurikämie). Diese Erkrankung ist erblich.
Schwerpunkt bei der Behandlung eines Gichtanfalles ist die rasche Beendigung der Entzündungsvorgänge. Danach gilt es, die Harnsäurewerte wieder ins Lot zu bringen. Meist reicht dafür eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Wenn nicht, kann mit Medikamenten nachgeholfen werden.
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