Knochen
Das menschliche Skelett besteht aus etwa 206 Knochen, die sich stark in ihrer Größe, Form und Funktion unterscheiden. Die Gehörknöchelchen sind nur wenige Millimeter groß, dagegen ist der Oberschenkelknochen als längster und schwerster Knochen des Menschen, bei einem 1,80m großen Menschen etwa 50cm. Zu den Funktionen der Knochen gehören der Schutz innerer Organe, Stabilität und Bewegung des Körpers und die Aufgabe als wichtigstes Blutbildendes Organ. So unterschiedlich wie Aufgaben können sich auch die Krankheiten bei Betroffen darstellen.
Bei einem Knochenbruch sollte die Erstbehandlung nach der PECH-Regel erfolgen. Unter der Regel versteht man: Pause, Eis, C wie Kompressionsverband und Hochlagern. Bei Verdacht auf einen Bruch der Wirbelsäule darf der Verletzte nicht bewegt werden. Der Großteil der Knochenbrüche entsteht durch äußere Gewalteinwirkungen, im Sport oder bei Stürzen in Freizeit und Beruf oder bei Autounfällen. Osteoporose kann eine weitere Ursache für eine Fraktur darstellen, davon betroffen sind vor allem Frauen nach der Menopause. Die Knochendichte kann sich durch Kalziummangel verändern, so dass die Knochen leichter und häufiger bei Osteoporose brechen können. Bei einem Bruch des Knochens sind chirurgisch eingesetzte Schrauben, Platten oder Nägel meist die Therapie der Wahl. So kann die physikalische Nachbehandlung früher begonnen werden und Zeit der Ruhigstellung durch einen Gips verringert werden. Das Osteosarkom ist die häufigste Knochenkrebsart. Die Krankheit bewirkt, dass sich laufend neue bösartige Knochenzellen bilden. Häufig sind Betroffene ohne Beschwerden. Schmerzen in den Knochen, die auch ohne Belastung auftreten, können ein Hinweis auf Knochenkrebs sein.