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Kondom

 

Ein Kondom, auch Präservativ oder Pariser genannt, besteht aus dünnem Gummi und wird beim Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gestreift. Bei richtiger Anwendung ist es eine sehr sichere Variante zur Empfängnisverhütung, die außerdem als einzige Methode vor sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionen schützt. Aus diesem Grund gehört die Verwendung von Kondomen heute auch zum "guten Ton" sexueller Beziehungen.

 

Noch immer haben viele Männer wie auch einige Frauen Probleme mit Kondomen: Sie klagen über weniger starkes Empfinden beim Liebesspiel, finden die Unterbrechung durch das Überstreifen des Kondoms lästig oder gar lusttötend. Dem kann durch ein ungezwungenes Einbeziehen des Kondoms ins Vorspiel begegnet werden, etwa indem die Partnerin das Überstreifen übernimmt. Es gibt auch sehr unterschiedliche Kondom-Varianten: Bei manchen ist der Gummi wesentlich dünner, sodass die Gefühle stärker sind (Achtung, die Reißfestigkeit sinkt damit unter Umständen!); "Witz"-Kondome können größeren Spaß in die Verhütung bringen.

In sehr seltenen Fällen treten bei Frauen, noch seltener bei Männern, allergische Reaktionen auf Kondome auf. Dabei kann es sich um eine Latex-Allergie handeln, bei Frauen auch um eine Reaktion auf die spermienabtötende Beschichtung mancher Kondome. Wenn nach einem Wechseln der Marke keine Besserung eintritt, sollten andere Verhütungsvarianten in Betracht gezogen werden; zu beachten ist dabei allerdings, dass nur Kondome vor Geschlechtskrankheiten schützen!

 

Einschätzung der Methode

Bei richtiger Anwendung haben Kondome einen Kondom
von 4 bis 5, durch unsachgemäße Verwendung steigt er allerdings auf bis zu 15 an. Folgende Grundregeln sollten bei der Verwendung beachtet werden:

  • Packung nicht mit der Schere öffnen und darauf achten, dass das Kondom auch sonst nicht beschädigt wird. Achtung vor (nicht nur rissigen) Fingernägeln! Sie sollten nach Möglichkeit nicht mit dem Kondom in Berührung kommen.
  • Penis nicht ohne Kondom in die Scheide einführen.
  • Kondom immer über den vollständig erigierten Penis streifen, da sonst das Abrollen nur schwer gelingt.
  • Beim Abrollen Kondom an der Spitze festhalten, sodass genügend Platz für die Samenflüssigkeit bleibt; Kondom vollständig bis an den Schaft abrollen.
  • Penis nach dem Samenerguss nicht in der Scheide lassen, da die Samenflüssigkeit leicht aus dem Kondom rinnen kann.
  • Beim Herausziehen des Penis Kondom am unteren Ende festhalten, damit es nicht abrutscht und Samenflüssigkeit in die Scheide gelangt.
  • Nach dem Herausziehen und Abstreifen des Kondoms mit dem von Sperma noch feuchten Penis die Scheide nicht berühren.
  • Kondome nur einmal verwenden; auch wenn keine Ejakulation stattgefunden hat, können einmal abgerollte Kondome nicht wieder verwendet werden.
  • Nur geprüfte Markenkondome verwenden. Beim Kauf auf das Ablaufdatum achten, da Gummi altert. Auch nach längerer Lagerung - vor allem in großer Hitze oder nach starker Sonnenbestrahlung - kann Gummi brüchig werden.
  • Wenn Kondome beim Geschlechtsverkehr reißen, waren sie möglicherweise alt oder unsachgemäß gelagert. Passiert das öfter, sollte man auf eine stärkere, vielleicht auch größere Variante umsteigen, die man in Fachgeschäften erhält.
  • Verwendet man ein Gleitmittel, nur wasserlösliche Varianten wählen; Gleitmittel auf Ölbasis greifen den Gummi an.

Kondome sollten nicht in die Toilette geworfen, sondern mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Redakteur

Patricia Herzberger

Zuletzt Aktualisiert

11.12.2007

Experten

Dr. med. Michael Adam (Gynäkologie)

Prof. Dr. med. Martin Langer (Gynäkologie)

Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.