Sucht
Die häufigste Suchterkrankung ist die Tabakabhängigkeit. Rauchen gilt als die wichtigste vermeidbare Einzelursache für das Eintreten von Krankheiten oder dem vorzeitigem Tod. Nikotin und viele der 4.000 anderen Stoffe, die mit jeder Zigarette inhaliert werden, sind schädlich - ein Genuss ohne Reue ist daher nicht möglich. So sterben in Deutschland jährlich etwa 70 000 bis 140 000 Menschen durch Rauchen. Die Rauchentwöhnung ist genauso schwierig wie bei anderen Abhängigkeiten. Es können starke Entzugserscheinungen auftreten wie Nervosität, Reizbarkeit Unlust oder Müdigkeit. Dagegen gibt es Medikamente, einen wesentlichen Beitrag leisten aber auch Selbsthilfegruppen.
Chronischer Alkoholmissbrauch erhöht das Risiko für eine ganze Reihe von Krankheiten. Gelingt es nicht, das Trinken rechtzeitig einzuschränken, wird aus dem Missbrauch eine chronische, fortschreitende Krankheit. In Maßen konsumierter Alkohol kann jedoch auch gesundheitsfördernd sein.
Magersucht ist die am längsten bekannte und auch am ausführlichsten untersuchte Essstörung. Magersucht ist eine Krankheit, die nach wie vor erschreckend häufig einen tödlichen Verlauf nimmt. Bei der Entstehung der Magersucht spielen Minderwertigkeitsgefühle, Identitätsprobleme und Ablösungsschwierigkeiten von der Familie eine große Rolle. Ausgelöst wird die Magersucht oft durch Unzufriedenheit mit dem äußeren Erscheinungsbild und dem Beginn einer Diät, die nicht mehr beendet werden kann. Die zunehmende Unterernährung führt häufig zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen und/oder zu einer Verstärkung eventueller Begleiterkrankungen der Anorexie. Eine psychotherapeutische Behandlung ist bei Magersucht unumgänglich.
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