Was hilft gegen Pickel?

E s gibt unterschiedliche Arten von Pickeln. Hier geht es vor allem um Akne-Pickel. Wenn du hingegen keine Akne hast, sondern mit anderen Arten von Pickeln zu kämpfen hast, dann ist das hier wahrscheinlich nicht die richtige Seite für dich.

Meine persönlicher Erfahrungsbericht

Ich möchte kurz über meinen persönlichen Leidensweg mit den Pickeln schreiben. Vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere wieder oder schöpft so zumindest ein wenig Hoffnung, was den Kampf gegen die Pickel angeht. Denn zwar habe ich lange Zeit unter den Pickeln gelitten, aber heute habe ich keine allzu großen Probleme mehr mit Pickeln.

Alles fing bei mir mit der Pubertät an. Das ist wahrscheinlich bei den meisten so. Der Körper spielt in dieser Zeit einfach verrückt und so entstehen, wie weiter oben beschrieben, auch bei vielen jungen Leuten Pickel im Gesicht oder an anderen Stellen am Körper.

Ich glaube ich war so ca. 14 Jahre alt, als es bei mir mit der Pubertät losging. Zu dieser Zeit bekam ich auch die ersten Pickel.

Zudem war ich erblich vorbelastet, denn auch meine Eltern hatten schon beide in ihrer Jugend mit Pickeln zu kämpfen. Mein Vater sogar sehr stark. Bei ihm sind aus dieser Zeit viele Narben zurückgeblieben.

Kosmetiker

Meine Mutter wollte das bei mir verhindern und deswegen schickte sie mich schon zu Beginn meiner Akne direkt zum Kosmetiker. Und das kann ich nur jedem auch empfehlen. Zum einen bekommt ihr hier professionelle Hilfe und Rat und ihr lernt auch, was ihr selber gegen Pickel tun könnt.

So verhindert ihr, dass die Pickel zu schlimm werden und ihr könnt eure Haut im Gesicht so nach kurzer Zeit auch sehr gut selber pflegen, wenn der Kosmetiker euch auf Dauer zu teuer ist.

Zum anderen reinigt der Kosmetiker auch eure Haut und entfernt Pickel und Mitesser. So lernt man auch selbst wie man Pickel richtig selber entfernen kann, worauf ich weiter unten aber auch noch detailliert eingehen werde.

Hautarzt

Auch bin ich zum Hautarzt. Der Hautarzt hat mir Tabletten verschrieben (Roaccutan), die die Haut ausgetrocknet haben und die Pickel auch sehr gut bekämpft haben. Allerdings hatten diese Tabletten sehr starke Nebenwirkungen. So trocknen auch die Schleimhäute aus und es kam bei mir dadurch auch schon mal zu Nasenbluten. Auch ist die Haut danach generell sehr trocken. Wenn ihr sowieso schon mit trockener Haut zu tun habt, kann das auch kontraproduktiv sein. Zwar bekämpft ihr so die Pickel, aber aber es könnte andere Hautkrankheiten begünstigen, wie beispielsweise Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Nichtsdestotrotz hatte das bei mir auch sehr gut geholfen und vor allem die Pickel auf dem Rücken bekämpft. Danach waren die Pickel auf dem Rücken fast komplett weg und ich musste mich nur noch den Pickeln im Gesicht widmen.

Aber das ist auch immer eine Typ-Frage. Ein Freund hatte das dann auch probiert und hatte starke Probleme mit dem Medikament und hat es aufgrund dessen auch wieder abgesetzt. Zudem ist das Medikament auch recht teuer und wird daher nicht von vielen Hautärzten verschrieben. Ihr müsst da also schon einen guten Hautarzt erwischen, der euch das dann auch verschreibt. Am besten ihr fragt mal gezielt nach und lasst euch von eurem Arzt beraten.

Ende der Pubertät

Bei mir hat sich das mit den Pickeln nach Ende der Pubertät sehr gebessert. Zudem hat es bei mir geholfen, dass ich verstärkt Bartwuchs bekommen habe, da die Haare nun dafür quasi gesorgt haben, dass sich kein Talg mehr in den Poren ansammeln konnte.

Allerdings bin ich auch heute noch nicht ganz pickelfrei. Ich habe einfach genau wie mein Vater die Veranlagung zu Pickeln geerbt und muss damit leben. Allerdings kann man mit der richtigen Pflege sehr viel selbst gegen Pickel tun.

Eindrucksvoller Vergleich: Das gleiche Gesicht mit und ohne Pickel

Welchen Unterschied es machen kann, ob man Pickel hat, zeigt das folgende Foto. Hier sieht man das Gesicht eines hübschen Mädchens mit Pickeln und dann im Vergleich noch mal das gleiche Gesicht ohne Pickel (Photoshop sei Dank). Um das Foto zu vergleichen den Schieberegler benutzen.

Eine gute Haut trägt maßgeblich zum Erscheinungsbild bei. Und eine gute Erscheinung kann in vielerlei Hinsicht hilfreich sein, sei es beispielsweise bei der Arbeit, in der Liebe oder auch einfach für das eigene Selbstwertgefühl.

Wie entstehen Pickel?

Zuerst schauen wir uns an, wie Pickel entstehen. Denn wenn man weiß, wie Pickel entstehen, kann man auch viel besser beurteilen, was man gegen sie tun kann. Die folgenden Stadien veranschaulichen die Entstehung eines Pickels. Mit dem Mauszeiger auf die Zahl zeigen, um mehr über die jeweilige Phase zu erfahren.

1
Normales Haarfollikel
2
Offener Mitesser (dunkel)
3
Geschlossener Mitesser (hell)
4
Entzündete Pore
5
Pickel (verstopfte Pore)

Die Haut benötigt einen Schutz. Um sich zu schützen produzieren Drüsen in der Haut Talg. Dieser Talg soll die Haut vor äußeren Einflüssen schützen und sie geschmeidig halten. Man kann sich Talg wie eine eigene vom Körper produzierte Creme vorstellen.

1

Normales Haarfollikel

Der in der Pore produzierte Talg kann diese ungehindert verlassen. Es handelt sich um ein gesundes Verhalten. Es gibt keinen Pickel.
2

Offener Mitesser (dunkel)

Die dunklen Mitesser (auch Blackheads genannt) haben im Gegensatz zu den weißen Mitessern eine größere Porenöffnung. Hierdurch kann der der im Talg enthaltene Farbstoff Melanin oxidieren, wodurch es zu der typischen dunklen Verfärbung kommt.
3

Geschlossener Mitesser (hell)

Durch eine zusätzliche Verhornung der Haut und vermehrte Bildung von Hautschüppchen, kann der Talg nicht ungehindert ablaufen und verstopft dadurch die Poren. Bei den hellen Mitessern (auch Whiteheads genannt) ist die Pore so verengt oder sogar verschlossen, dass der Talg nicht an die Hautoberfläche genannt. Aus diesem Grund kann der im Talg enthaltene Farbstoff Melanin nicht oxidieren und es kommt nicht zu der typischen dunklen Färbung, die man häufig mit Mitessern verbindet.
4

Entzündete Pore

Wenn der Talg nicht ablaufen kann und die Pore verstopft ist, bilden sich vermehrt Bakterien und es kann zu einer Entzündung kommen.
5

Pickel (verstopfte Pore)

Wenn sich die verstopfte Pore entzündet und eitert, bildet sich ein Pickel. Das Problem nennt man auch „Akne“ und betrifft leider nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene. Die Folge ist ein Pickel.

Wichtig zu wissen ist, dass das nichts mit geringer Körperhygiene zu tun hat, sondern in den meisten Fällen Veranlagung ist. Wer also Eltern hat, die auch schon in ihrer Kindheit Akne hatten, kann damit rechnen in der Pubertät auch eine solche Akne zu bekommen. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig etwas gegen die Pickel zu tun. Denn je frühzeitiger man etwas gegen die Pickel unternimmt, desto besser sind die Erfolgschancen.

Folgen der unbehandelten Akne

Sichtbare Narben

Betroffene haben oft unter den Folgen zu leiden.

Das können zum einen optische Probleme sein. Pickel im Gesicht sehen nicht besonders ästhetisch aus.

Viele Jugendliche und Erwachsene schämen sich wegen der Pickel und fühlen sich mit ihnen unwohl.

Pickel im Gesicht bilden häufig eine T-Form im Gesicht. Das heißt die Pickel treten vermehrt an der Stirn, an der Nase sowie am Kinn auf.

Pickel am Körper

Pickel können aber auch an anderen Regionen des Körpers vorkommen. Häufig findet man sich auch auf den Schultern, auf dem Rücken und der Brust.

In der Regel sind Jungs/Männer stärker betroffen als Mädchen/Frauen. Allerdings ist das auch wieder eine Veranlagungssache. Gerade Mädchen/Frauen leiden besonders stark unter Pickeln, da sie doch nicht dem gängigen Idealbild entsprechen.

Bei einer besonders schlimmen Akne kann es auch zu Narben kommen. Gerade im Gesicht sieht das natürlich besonders schlimm aus und hat weitreichende Folgen für das Leben, da man diese Narben nicht mehr los wird und ein Leben lang mit ihnen leben wird.

Insofern sollte man frühzeitig etwas gegen Pickel tun, damit es gar nicht zu diesen starken Problemen kommt und man Narben bestmöglich vermeidet.