Was hilft gegen Verstopfung?

Sicherlich kennst du das Gefühl nicht vom Klo herunter zukommen, den Druck und bestimmt auch die Schmerzen. Beinahe jeder fünfte Deutsche ist betroffen. Die gute Nachricht, es gibt Hilfsmittel gegen Verstopfung. Diese 3 Hilfsmittel und einige weitere kann ich dir empfehlen.

So selten, wie die Betroffen annehmen, ist Verstopfung gar nicht. Die Zahlen und Aufzeichnungen gehen weit auseinander. Schätzungsweise sind 10 bis 20 Prozent der Deutschen betroffen – also beinahe jeder Fünfte. Wer einmal unter Verstopfungen litt, weiß, wie unangenehm das ist und mit welchen Ängsten oft die nachfolgenden Toilettengänge einhergehen. Von einer Verstopfung muss auch dann ausgegangen werden, wenn du zwar auf der Toilette warst, dich aber nicht vollständig entleert fühlst.

Wie entsteht eine Verstopfung?

Infografik über die Verdauung im DarmVerstopfungen entstehen in erster Linie dann, wenn zwischen Nerven und Muskeln die Harmonie verloren gegangen ist und beide nicht mehr zielstrebig genug gemeinsam zum eigentlichen Ziel hin arbeiten. Das Besondere ist dabei: In den meisten Fällen funktionieren Transport sowie Verdauung noch ganz normal. Erst am Dickdarmende kommt es dann gewissermaßen zu einem Stau. Die Situation ist mit vielen deutschen Autobahnen vergleichbar. Während auf einem großen Teil der Straße der Verkehr fließt, kommt er kurz vor dem Ziel zum Ziel zum Erliegen.

Im letzten Abschnitt sind sich Nerven und Muskeln des Darms nämlich nicht mehr so einig bei der Frage, ob der Inhalt nun wirklich nach draußen befördert werden soll oder nicht. Bei der Beurteilung, ob es sich tatsächlich um eine Verstopfung handelt, spielt es weniger eine Rolle, wie hoch die Anzahl der Toilettengänge ist, sondern wie hart jeder einzelne Gang für dich ist. Der Gang zum stillen Örtchen sollte für dich etwas Beruhigendes haben und darf auch durchaus mit einer gewissen Vorfreude verbunden sein. Wird dies jedoch von Unbehagen verdrängt, solltest du reagieren.

Wie oft kommt Verstopfung eigentlich vor?
Sowohl kleine Kinder als auch ältere Menschen sind sehr häufig von Verstopfung betroffen. Bei kleinen Kindern hängt dies oft mit der Entwicklung des Darms zusammen. Im zunehmenden Alter nimmt dann die Häufigkeit der Obstipation zu. Gerade Menschen über 60 sind häufig betroffen, wobei Frauen beinahe doppelt so oft damit zu kämpfen haben wie Männer.

Verstopfung – wenn unser Darm aus dem Gleichgewicht gerät

DarmproblemeUnser Darm ist ein Gewohnheitstier und ein echter Workaholic. Während er neben prominenten Größen wie unserem Herz und Gehirn gern in Vergessenheit gerät und meist nur einen dezenten Blick von der Seite erntet, leistet er jeden Tag Großartiges.

Nur durch unseren Darm, der sich aus verschiedenen Bereichen zusammensetzt, kann unser Körper aus Brot, Wurst und Gemüse Energie gewinnen. Doch damit nicht genug: Satte zwei Drittel unseres Immunsystems werden ausschließlich durch unseren Darm trainiert.

Nachdem sich die medizinische Forschung lange Zeit mit der Prominenz in Kopf und Brust auseinandersetzte, konnten in jüngster Vergangenheit viele interessante Fakten und Erkenntnisse rund um den Darm gesammelt werden. So ist mittlerweile bekannt, dass der Darm nicht als vollkommener Alleingänger arbeitet. Er hat Einfluss auf unser Gewicht, gibt den Rahmen möglicher Allergien vor und ist darüber hinaus noch sehr eng mit unserer Gefühlswelt verbunden. So können Allergien und Intoleranzen, wenn sie über Jahre nicht behandelt werden, beispielsweise Depressionen nach sich ziehen.

Doch obwohl unser Darm jeden Tag wirklich Großartiges leistet, ist er auch sehr sensibel. Kommt man seinen Gewohnheiten und Bevorzugungen nicht nach, reagiert er nach einer gewissen Zeit mit Verstopfung darauf. Schon die Kleinsten unter uns, Babys und Kleinkinder, haben häufig mit Verstopfung zu kämpfen. Besonders betroffen sind Jungen, die von Natur aus mit einem eher trägen Darm ausgestattet sind. Bei ihnen kann ein Stückchen Schokolade oder das geliebte Karamellbonbon das berühmte Fass schnell zum Überlaufen bringen. Gerade bei Kindern droht mit jeder Verstopfung ein gefährlicher Kreislauf, dessen Auswirkungen sich über Jahre ziehen können.

Was tun bei gelegentlicher Verstopfung?

Leidest du hin und wieder an Verstopfung, können folgende kleine Tricks schon wahre Wunder bewirken.

Greife auf Ballaststoffe zurück

Pflaumen-Flohsamen können bei der Verdauung helfenBallaststoffe sind bei Verstopfung eine gute Hilfe, denn sie stupsen unsere Darmwand an. Sie gehören zu den wenigen Stoffen, bei denen die Verdauung nicht im Dünndarm stattfindet. Balaststoffe signalisieren dem Dickdarm, dass in ihm etwas vorhanden ist, was weitertransportiert werden soll.

Wahre Wunder können Flohsamenschalen und Pflaumen bewirken. In beiden Naturheilmitteln sind nicht nur Ballaststoffe in beachtlichen Mengen enthalten, sondern weitere Wirkstoffe, durch die deutlich mehr Flüssigkeit in den Darm gelangt. Der Darminhalt gewinnt also an Geschmeidigkeit.

Hier gilt allerdings die Devise „Gut Ding braucht Weile“. Etwa zwei bis drei Tage Zeit musst du deinem Darm auch dann einräumen. Wer sich mit Pflaumen und Co nicht anfreunden kann, muss den Weg in die Apotheke auf sich nehmen. Hier gibt es Ballaststoffe auch in einer weniger leckeren Tablettenform.

Unser Tipp: Flohsamen

FlohsamenFlohsamen signalisieren dem Dickdarm, dass in ihm etwas vorhanden ist, was weitertransportiert werden soll. Sie sorgen dafür das deutlich mehr Flüssigkeit in den Darm gelangt. Die Konsistenz vom Stuhlgang bzw. Nahrungsbrei gewinnt somit an Geschmeidigkeit. Wenn Du Dich von der Wirkung von Flohsamen überzeugen lassen willst, schau dir einige der über 200 Bewertungen bei Amazon an. Mehr Infos bei Amazon.

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Wasserlösliche Ballaststoffe vs. wasserunlösliche Balaststoffe

Die Natur hat dafür eine wirklich gute Lösung gefunden, wie bei den Pflaumen noch einmal deutlich wird. In der Schale sind viele wasserunlösliche Ballaststoffe zu finden. Die wasserlöslichen Stoffe befinden sich dagegen vorwiegend im Fruchtfleisch.

Greifst du im Kampf gegen deine Verstopfung auf Ballaststoffe zurück, musst du aber auch darauf achten, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst, denn sonst sind diese Stoffe in deinem Darm nicht mehr als ein fester Klumpen.

Oft wird bei Verstopfung dazu geraten, viel zu trinken. Im Grunde ist das auch richtig. Doch auch hier schwebt über der Empfehlung wieder ein großes ABER. Wenn du schon ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst, gelingt dir durch mehr Wasser auch keine Verbesserung. Anders ist es, wenn du zu wenig trinkst. In diesem Fall bedient sich der Darm nämlich an der Flüssigkeit, die im Nahrungsbrei enthalten ist, um das Defizit auszugleichen. Das Resultat ist nicht ohne: Der Stuhlgang wird härter und die Entleerung unangenehmer. Haben Kleinkinder Fieber, verdampfen sie meist innerhalb kurzer Zeit so viel Wasser, dass die Verdauung an sich stockt. Sobald dein Körper nicht mehr ausreichend Wasser hat oder mit ausreichend Wasser versorgt wird, kann sich Verstopfung entwickeln. Am einfachsten bemerkst du an einer trockenen Nase, dass dein Flüssigkeitshaushalt aus den Fugen geraten ist.

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Wenn du musst, musst du

Egal wann und wo – folgenden Grundsatz solltest du dir immer vor Augen führen: Wenn du musst, musst du. Die folgenden Tipps können dabei helfen die Verstopfung in den Griff zu bekommen:

  • Vermeide Zwänge und gehe zur Toilette, wenn sich dein Stuhlgang anbahnt. Dein Darm hat mit dem Rest deines Körpers ein heimliches Abkommen über den Zeitpunkt der Entleerung getroffen. Verwehrst du ihm diese, kann er dir das übel nehmen. Schickst du den Verdauungsbrei gleich mehrfach hintereinander in die Warteschleife, werden sich Muskeln und Nerven vollkommen neu trainieren und das kann Schwierigkeiten bei der Entleerung nach sich ziehen.
  • Ist dein Darm ein wenig träge, solltest du ihm zu frischen Wind verhelfen. Das gelingt ganz gut, wenn du auf Probiotika und Präbiotika zurückgreifst. Hierbei handelt es sich um gute, lebende Bakterien. Sie sorgen dafür, dass dein Darm wieder beginnt zu leben. Entsprechende Angebote gibt es in der Apotheke um die Ecke.
  • Wer kennt es nicht? Leidet man Verstopfung, sind gute Ratschläge meist nicht weit entfernt. Wie wäre es also mit einem kleinen Spaziergang? Der regt die Verdauung an. Doch entgegen dem Volksmund sei gesagt: Ein Spaziergang bringt nicht immer die gewünschte Hilfe. Bist du eigentlich ein sportlicher Typ, der sich gern und auch viel bewegt, der nun aber plötzlich nicht mehr so agil ist, kann es durchaus zu Verstopfung kommen.

Befindet sich dein Bewegungspegel aber auf dem gleichen Niveau, wird auch ein Spaziergang nicht mehr die nötige Abhilfe schaffen. In diesem Fall kannst du höchstens durch einen stark beanspruchenden Sport die gewünschte Wirkung erzielen.

Sitzen vs. Hocken

Auf der Toilette kann man sitzen oder hocken
Scheust du das Unkonventionelle nicht, kannst du es auch mal mit dem Hocken probieren. Das Prinzip ist einfach und kann wahre Wunder bei der Entleerung bewirken. Stelle deine Beine auf eine Hocker, während du auf der Toilette sitzt. Anschließend nimmst du wieder eine aufrechte Sitzhaltung ein. In der Regel geht die Entleerung dann einfacher. Der Grund ist denkbar einfach. Im Verlauf unser Evolution sitzen wir erst seit kurzer Zeit auf dem Thron.

Die Anatomie des Darms ist besser für das Hocken ausgelegt. Während hier der Stuhl nur so durch rutsch, muss er beim Sitzen eine kleine kurve nehmen. Dies kann gerade bei einer Verstopfung anstregend und schmerzhaft sein.

Tipp: Werde zum Hocker

Das WC ist eine großartige Erfindung, leider ist es nicht auf die Bedürfnisse unseres Körper angepasst. Mit dem Hocker kehrst du in die Ursprungshaltung zurück und kannst somit schneller und viel wichtiger schmerzfreier auf dem Thron deine Zeit geniessen.“

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Mehr zum Thema: Toilettenhocker: Schafft er wirklich Erleichterung?

Beachte bei Abführmitteln die 3-Tage-Regel

3-Tage-Regel bei Abführmitteln
Tritt das Wort Verstopfung auf, gibt es die sogenannte 3-Tage-Regel. Viele Ärzte gehen bei Verstopfung auch weiterhin viel zu leichtsinnig mit dem Rezeptblock um.

Sie verschreiben ein Abführmittel , verlieren aber kein Wort über jene eine Regel. Dabei ist sie sehr wichtig. Du musst wissen, dass dein Dickdarm aus drei Teilen besteht. Hierbei handelt es sich um den Aufsteigenden, den Waagerechten und den Absteigenden.

Gehst du zur Toilette, entleert dein Körper meist nur den letzten Teil. Bei Abführmitteln ist das anders. Hier kann der Dickdarm vollständig entleert werden. Das heißt aber auch, dass es einige Zeit dauert, bis wieder so viel im letzten Teil angekommen ist, dass sich ein erneuter Stuhlgang anbahnt. In der Regel nämlich genau 3 Tage. Diese Zeit solltest du deinem Darm auch einräumen.

Mehr zum Thema: Welche Abführmittel helfen bei Verstopfung?

Movicol: Das rezeptfreie Abführmittel

Ein Mittel, auf das man bei Verstopfung zurückgreifen kann, ist Movicol.

Bei Movicol handelt es sich nicht um ein Abführmittel im klassischen Sinne. Das Medikament basiert auf einem physiologischen Wirkprinzip. Durch die osmotische Wirkung ist es abführend, wobei es auf Macrogol basiert.

Während sich das Movicol den Weg durch den Körper bahnt, zieht es so viel Wasser wie möglich an. Der Stuhlgang wird dadurch geschmeidiger.

Der Wirkstoff erhöht das Stuhlvolumen, wodurch wiederum der Innendruck im Darm gesteigert wird. Durch den höheren Druck nehmen die Darmbewegungen zu. Durch die gesteigerte Darmbewegung fällt der Stuhlgang leichter und die Verstopfung wird gelöst, ohne dass du Angst haben musst, dass sich dein Darm an Movicol gewöhnt.

Infografik Osmose

Die besondere Wirkung von Movicol

Der enthaltene Wirkstoff Macrogol trägt dazu bei, dass der aufgeweichte Stuhl besser transportiert werden kann. Die ersehnte Stuhlentleerung kann ausgeführt werden. Neben dem Macrogol sind in Movicol wertvolle Elektrolyte enthalten. Aufgrund der Arbeit der Darmwand werden die Elektrolyte mit im Darm vorhandener Körperflüssigkeit ausgetauscht. Gemeinsam mit dem Fäkalwasser werden die Elektrolyte schließlich wieder ausgeschieden. Dadurch unterscheidet sich Movicol erheblich von anderen Abführmitteln. Beim Einsatz vieler Abführmittel werden Wasser, Kalium und Natrium in großen Mengen ausgeschieden, sodass es schnell zu einer unangenehmen Unterversorgung kommt. Movicol wirkt dem entgegen, ohne jedoch die Menge dieser Nährstoffe im Darm zu erhöhen.

Zugleich hat Movicol eine sehr schonende Wirkung auf den Darm. Der Körper nimmt das enthaltene Macrogol kaum auf. Außerdem zersetzen die Darmbakterien den Wirkstoff kaum. Dadurch wird eine zusätzliche Belastung des Organismus vermieden. Movicol ist allgemein gut verträglich und kann daher schon bei Kindern angewendet werden.

Für wen eignet sich Movicol?

MovicolAuf Movicol können Erwachsene und Kinder ab einem Alter von 5 Jahren zurückgreifen. Während es für Erwachsene das Abführmittel als aromafreies Pulver gibt, wird es für Kinder in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten, um die Verabreichung zu erleichtern. Neben dem Aroma Zitrone/Limone gibt es die Varianten Schoko und flüssig Orange. Mit der Variante Movicol Junior Schoko erhältst du nun auch ein Abführmittel für Kinder ab zwei Jahre. Das macrogolhaltige Laxan gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Es kann bis zu einem Alter von 11 Jahren eingenommen werden. Du musst das Pulver lediglich in Wasser auflösen. Danach kann es getrunken werden, was die Einnahme schon bei Kindern im Kleinkindalter so wertvoll macht.

Damit der Elektrolythaushalt der Kinder auch über einen längeren Zeitraum hinweg im Gleichgewicht bleibt, wird Movicol junior in Portionsbeuteln abgepackt. Das Pulver lässt sich dadurch sicher und schnell dosieren. Um die klare Trinklösung herzustellen, rührst du das fertig dosierte Pulver in ¼ Glas Wasser ein.

Auch wenn ein Kind über längere Zeit hinweg Movicol nimmt, bleibt der Elektrolythaushalt im Gleichgewicht. Dafür sind dem Abführmittel Elektrolyte zugesetzt.

Neben dem Pulver ist Movicol als flüssige Lösung erhältlich. Das Konzentrat gibt es mit 250, 500 und 1.000 Millilitern. Die Verabreichung ist relativ flexibel. Darüber hinaus sind hier ebenso Elektrolyte enthalten. Zur idealen Dosierung wird Movicol flüssige Orange mit einer Dosierkappe geliefert. Für die Einnahme verdünnst du 25 ml Konzentrat mit 100 ml Wasser.

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Mit den vorgenannten Tipps, kann man in vielen Fällen schon eine gelegentliche Verstopfung in den Griff bekommen. Wer weitergehende Informationen sucht, dem werden die nachfolgenden Artikel mit Sicherheit weiterhelfen.

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